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Der Adlerfang ist seit dem Jahre 1240 in Siegel und Wappen unserer Stadt verbürgt. Keine andere Stadt in Österreich hat ein Hoheitszeichen, das seit dem 13. Jahrhundert unverändert in Geltung steht. Zur Stärkung der Identifikation, der Zusammengehörigkeit und zur Ehre des Wappentiers sind deshalb über Initiative von Bürgermeister Helmut Manzenreiter in den nächsten Wochen im Rahmen des Adlerprojekts gemeinsam mit Villachern Traditionsträgern entsprechende Aktivitäten geplant. Auftakt dazu war kürzlich eine Patenschaftsübernahme.
ZEICHEN DER ZUSAMMENGEHÖRIGKEIT. „Gerade in Zeiten des gigantischen technischen Fortschritts, der Globalisierung oder des zunehmenden Auseinanderdriftens vieler Gesellschaftsteile werden die unvergänglichen Symbole der Gemeinschaft, der Tradition und ihrer Pflege immer wichtiger. Der Adler soll jetzt als sichtbares Zeichen der Villacher Zusammengehörigkeit verstärkt in den Vordergrund treten und damit die Identifikation, die breite Besinnung auf unsere Herkunft verstärken“, erklärt Bürgermeister Helmut Manzenreiter.
BLICK FÜRS WESENTLICHE. Der Steinadler verkörpert Dynamik, er hat einen scharfen Blick für das Wesentliche, er erkennt genau, was auf seinem Territorium passiert oder von außen hereinspielt, er versorgt und beschützt seinen Nachwuchs, reagiert ökonomisch und der Steinadler ist immer etwas drüber jederzeit eingreifbereit, wenn Bedrängnis oder Gefahr drohen. Auf seinen kräftigen Schwingen steigen darüber hinaus in Villach viele sportliche Höhenflüge (Stichworte: Eishockey und Alpenarena-Schispringer), und in den verschiedensten Institutionen oder Vereinen gedeiht im Lichte des einenden Symbols ausgezeichnet das Zusammenleben.
STEINADLER-STANDBILD. Dem Steinadler, dem kraftvollen Symbol Villachs, wird bei der Stadtpfarrkirche zu St. Jakob (Oberer Kirchenplatz) ein bronzenes Standbild gewidmet. Höhepunkt des Projekts wird am Samstag, dem 15. Juli 2006, um 11 Uhr gemeinsam mit der Bevölkerung die feierliche Enthüllung und Segnung der Steinadlerbüste sein. In die Aktivitäten mit eingebunden sind die Bauerngman, Stadtpfarre, der Kirchtagsverein, die Greifvogelwarte, der Türmer und die Villacher Traditionsvereine. „Eine Superidee wir stehen voll hinter dem Projekt“, erklärte Gman-Großbauer Hans Löscher.
PATIN HEIDI MANZENREITER. Durch die Übernahme einer Patenschaft für einen Jungadler der Greifvogelwarte Landskron soll die Identifikation unserer Stadt mit ihrem Wappentier verstärkt werden. Patin ist Heidi Manzenreiter, die Gattin unseres Villacher Bürgermeisters. Der Jungadler ist am 13. Mai geschlüpft und wurde auf den Namen „Jakob“ getauft. Seine Elterntiere sind „Amadeus“ und „Flora“, beide Stars der täglichen Flugvorführen. „Jakob“ soll sozusagen in ihre Fußstapfen treten, die Tradition der Adlerwarte aufrecht erhalten und sich zum Vorführgreif entwickeln.
In Verbindung mit der stärkeren Fokussierung auf das Wappentier soll der Steinadler künftig auch bei unserem Kirchtag eine Rolle spielen sowohl beim feierlichen Hochamt als Auftakt zur Kirchtagswoche als auch beim Festzug mit den Traditionsformationen zur Kirchtagseröffnung auf den Rathausplatz.
DIREKT INS AUGE. Wer dem majestätischen Tier direkt ins Adlerauge blicken will, besucht am besten eine Vorführung auf der Adlerwarte Landskron. Unser Wappentier zählt dort neben einer Reihe anderer beeindruckender Vogelarten zu den Stars jeder Vorführung: Das Publikum bekommt (täglich um 11 und 14.30 Uhr) als atemberaubendes Erlebnis hautnah vorgeführt, wie sich einer der insgesamt acht Steinadler mit nahezu 150 Stundenkilometern aus der Luft stürzt und Beutetiere schlägt (Fuchsattrappen).
:attribute
Die Attribute des Steinadlers in Projektion auf unsere Stadt:
· Kraftvoll und dynamisch
· Scharfer Blick für das Wesentliche
· Beschützt und versorgt seine Nachkommen
· Reagiert ökonomisch und mit Überblick auf neue Situationen
· Ein verlässlicher Partner
· Jederzeit eingreifbereit, wenn Bedrängnis oder Gefahr drohen
:im stadtrecht
Keine andere Stadt in Österreich hat ein Wappen, das gleich dem von Villach seit dem 13. Jahrhundert unverändert in Geltung steht. Die Urkunde von 1240 im Österreichischen Staatsarchiv und ihr Stadtsiegel sowie das vergoldete Typar (um 1270) im Museum der Stadt Villach sind die frühesten Zeugnisse städtischer Siegel- und Wappenführung in Österreich und sind damit weit mehr als von lokaler Villacher Bedeutung. Mit nachfolgendem Wortlaut wurden die Symbole definiert und im Jahre 1965 stadtrechtlich festgeschrieben:
§ 4 STADTWAPPEN UND SIEGEL. Stadtwappen und Siegel: Das Stadtwappen zeigt im Dreiecksschild im gelben Feld einen nach unten gerichteten schwarzen Adlerfang; der oben abgerundete Schenkel ist nach links gefiedert, und die kräftigen Krallen sitzen auf einem aus der Schildspitze aufragenden schwarzen Felsen auf. Das Stadtsiegel enthält das Stadtwappen mit der Umschrift „Stadt Villach“; es ist einfärbig.
§ 5 STADTFARBEN UND STADTFAHNE: Die Stadtfarben sind gelb-schwarz. Die Stadtfahne zeigt die Stadtfarben mit eingearbeitetem Stadtwappen.
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