Wir wollen Ihnen einen Überblick über die bei uns in der Greifvogelwarte lebenden Vögel geben und Sie zuvor noch über die drei großen Greifvögelgruppen informieren. Unten finden Sie alle Greifvögel nach Nummern sortiert. Ein Klick auf die entsprechende Nummer bringt Ihnen weitergehende Informationen und zusätzliches Bildmaterial.

I. Neuweltgeier
A. Neocathartoidea
Nur noch eine fossile Art bekannt, der Sekretärgeier.
B. Cathardoidea
Rezente und fossile Neuweltgeier und Kondore. Alle Neuweltgeier unterscheiden sich von den anderen Grei- fen durch das Fehlen einer Nasenscheidewand und einer rückgebildeten Hinterzehe.
C. Teratornithidae
Fossile Riesengeier.

II. Greife
A. 1. Pandionidae: Fischadler
2. Accipitridae:
Milan, Wespenbussard, Schlangenadler, Gaukler, Höhlenweihen, Sperber, Habichte, Halbbussard, Bussarde, Rotschwanzbussard, Adler (Lauf ist bis zu den Zehen befiedert), Altweltgeier (Gänse-, Bart-, Schmutz- und Mönchsgeier), Seeadler
B. Sagittaroidea
Hier gibt es nur eine Art, und zwar den Sekretär – er ist eine einzigartige am Boden laufende Art der offenen Savannen Afrikas.

III. Falcones
Mit einer einzigen Familie, die alle rezenten und fossilen Falken, Karakaras und den Chimango einschließen. Turmfalke, Merlin, Wanderfalke, Sakerfalke, Gerfalke.
Die Eulen stellen eine selbständige Vogelgruppe dar. Sie sind in einer Vielzahl von Arten über die ganze Erde verbreitet und in allen Landschaftsformen und Klimazonen zu finden. Die meisten Eulenarten sind dämmerungs- und nachtaktiv und sehr gut an diese Lebensweise angepaßt, nämlich durch ihr sehr gut ausgeprägtes Hörorgan. Bei Tageslicht jagen vor allem die nordischen Arten, wie z. B. die Schneeule.

Durch die Tatsache, daß die großen Eulenaugen relativ fest mit dem Schädelknochen verbunden, also seitwärts schlecht beweglich und eher nach vorne gerichtet sind, ist das Gesichtsfeld der Eule ziemlich klein. Bei der Schleiereule umfaßt es einen Winkel von nur 160 Grad. Zum Ausgleich dazu ist der Kopf außerordentlich weit drehbar, nämlich bis zu 270 Grad.

Die Ohren sind die wichtigsten Sinnesorgane der nachtaktiven Eulen. Bei keiner Vogelgruppe ist dieses Organ so hoch entwickelt wie bei den Eulen.

Sie sind in der Lage, ein Beutetier alleine durch das Gehör genau zu lokalisieren und den Stoß ohne Hilfe des Auges auszuführen. Dabei spielt auch der Gesichtsschleier eine große Rolle. Er kann willkürlich aufgerichtet werden, um auch die von hinten kommenden Wellen aufzufangen.